Prof. Dr. Peter Lemke ist renommierter Klimaforscher am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven und gehört zur Jury des Kreativ-Wettbewerbs „Klima-Utopien“. Seine jahrzehntelange Expertise in der Erforschung der Polarregionen, des Meereises und des globalen Klimasystems macht ihn zu einer herausragenden Stimme für wissenschaftlich fundierte Zukunftsvisionen.
Peter Lemke studierte Physik in Berlin und Hamburg. 1980 promovierte und 1988 habilitierte er sich im Fach Meteorologie an der Universität Hamburg, wo er auch am Max-Planck-Institut für Meteorologie arbeitete. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Princeton University war er Professor an den Universitäten Bremen und Kiel. Seit Februar 2001 war er als Professor für Physik von Atmosphäre und Ozean an der Universität Bremen und am Alfred-Wegener-Institut tätig. Ab 2006 leitete er den Fachbereich Klimawissenschaften am AWI. Heute arbeitet er als Senior Advisor am Institut.

Fast vier Jahrzehnte war er in internationalen Gremien im Bereich der Klima- und Polarforschung vertreten. Von 1995 bis 2006 war Peter Lemke Mitglied und von 2000 bis 2006 der erste deutsche Vorsitzende des Joint Scientific Committee für das World Climate Research Programme. Als erfahrener Polarforscher hat er an zehn Expeditionen mit dem deutschen Forschungseisbrecher „Polarstern“ teilgenommen. Insgesamt verbrachte er mehr als 15 Monate seines Lebens in den Polarregionen. Zum Vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC, 2007) hat er als koordinierender Leitautor beigetragen. Die Arbeit des IPCC wurde 2007 zusammen mit Al Gore mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Für die Deutsche KlimaStiftung sitzt Prof. Dr. Lemke im siebenköpfigen Konsortium.
Seine langjährige Erfahrung in der internationalen Klimapolitik und Wissenschaftskommunikation ermöglicht ihm eine fundierte Einschätzung, welche Zukunftsvisionen wissenschaftlich plausibel und umsetzbar sind. Für alle Teilnehmenden des Wettbewerbs bedeutet seine Jurymitgliedschaft eine wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und visionäre Bewertung ihrer kreativen Beiträge.
